110. Jede Stimme zählt
„Ich mache diesen Podcast eigentlich für mich, weil ich es liebe, mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.“
– Michi

Über diese Folge
Diese Folge ist eine Solo-Ausgabe von Business Intuition & More. Michi spricht offen über die Zahlen hinter seinem eigenen Podcast: darüber, warum er ihn eigentlich für sich selbst macht, welches Muster sich hinter Zu- und Absagen bekannter Gäste zeigt, und weshalb Likes und Abos trotzdem eine Rolle spielen.
Worum es in dieser Folge wirklich geht
- Warum Michi seinen Podcast in erster Linie für sich selbst macht
- Wie sich seine Zahlen veränderten, seit er sich mit Plattformen, Thumbnails und Tonqualität auseinandersetzt
- Das Muster hinter Zu- und Absagen bekannter Podcast-Gäste
- Warum die Abonnentenzahl viel stabiler ist als die Zahl der Views
- Wie virale Reichweite über den Algorithmus entsteht
- Die Verschiebung der Macht vom Verlag zum Publikum
- Ein Ausblick auf neue Formate und das Reconnect Retreat im November
Podcast liken und abonnieren – worum es geht
Podcast liken und abonnieren entscheidet mit, ob eine Folge vom Algorithmus mehr Menschen gezeigt wird und ob Michi grössere Gäste für den Podcast gewinnen kann. In dieser Folge erklärt er, weshalb ihm das wichtig ist, obwohl er den Podcast eigentlich für sich selbst macht.
Hör diese Folge, wenn…
- Du dich schon gefragt hast, warum Podcaster ständig zum Liken und Abonnieren auffordern
- Du wissen willst, wie Algorithmen und virale Reichweite tatsächlich zusammenhängen
- Dich das Spannungsfeld zwischen Leidenschaft und Reichweite interessiert
- Du selbst überlegst, wie du Menschen für dein eigenes Projekt oder deinen Kanal gewinnst
- Du einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen eines wachsenden Podcasts suchst
Zentrale Erkenntnisse
- Ein grösserer Kanal erhöht die Chance, dass bekanntere Gäste zusagen – sie wählen unter vielen Anfragen aus
- Die Abonnentenzahl ist bemerkenswert stabil und bewegt sich kaum, unabhängig davon, wie eine einzelne Folge performt
- Nur ein kleiner Bruchteil der Hörer:innen – deutlich unter 5 Prozent – abonniert den Kanal, selbst bei sehr hohen Hörerzahlen
- Viraler Content entsteht, wenn der Algorithmus Likes, Kommentare und Shares registriert und die Folge dadurch mehr Menschen zeigt
- Früher entschied der Verlag über Erfolg, heute entscheidet das Publikum durch sein eigenes Verhalten
- Vergessen, zu liken oder zu abonnieren, hat oft mit der Hörsituation zu tun – beim Joggen, Autofahren oder Einkaufen ist das selten Priorität
- Wiederholte Erinnerungen sind nötig, weil Menschen Gewohnheitstiere sind
Starke Zitate
„Ich mache diesen Podcast eigentlich für mich, weil ich es liebe, mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.“
– Michi
„Je grösser die Person, die ich einlade – grösser im Sinn von bekannt – desto kleiner die Chance, dass sie zusagt.“
– Michi
„Die Anzahl Abonnenten wächst nicht in direktem Verhältnis zu den Views einer Podcast-Folge.“
– Michi
„Wir Menschen sind Gewohnheitstiere.“
– Michi
„Der Stellenwert, der Einfluss des Publikums ist grösser denn je.“
– Michi
„Diese Reaktionen sind absolut key, damit das weiter trägt.“
– Michi
Ausführliche Zusammenfassung
Warum ständig „Like und Abo“?
Michi eröffnet mit einer Beobachtung aus einem Gespräch der vergangenen Woche: Manche Menschen lehnen es aus Trotz ab, einem Kanal zu folgen, wenn sie explizit dazu aufgefordert werden, weil sie sich genötigt fühlen. Er nimmt diese Reaktion ernst und erklärt im Gegenzug, weshalb Likes und Abos für Content-Produzenten trotzdem wichtig sind. Für ihn persönlich steht die Leidenschaft für die Themen im Vordergrund – er macht den Podcast, weil er sich mit den Fragen beschäftigen will, die ihn wirklich interessieren.
Der Moment, in dem sich die Zahlen zu bewegen begannen
Etwa ein Jahr vor der Aufnahme begann Michi, sich intensiver mit den Plattformen auseinanderzusetzen: mit Tonqualität, Videoqualität, Thumbnails und den Texten, die über den Folgen liegen. Erst seit dieser bewussten Beschäftigung wachsen seine Zahlen auf YouTube und Spotify. Er benennt offen den Widerspruch, dass ihm die Reichweite eigentlich egal sein sollte und er gleichzeitig genau auf diese Zahlen schaut.
Das Absage-Muster grosser Gäste
Michi beschreibt ein Muster, das sich über viele Anfragen hinweg zeigt: Je bekannter die angefragte Person, desto kleiner die Chance auf eine Zusage. Er erklärt das mit der Menge an Anfragen, die bekannte Persönlichkeiten täglich erhalten, und mit den Kriterien, nach denen er selbst auswählen würde – Sympathie, das Umfeld des Podcasts und die Grösse des Publikums.
Views schwanken, Abonnenten nicht
Nach über 100 produzierten Folgen erkennt Michi ein weiteres Muster: Die Abonnentenzahl wächst kaum im Verhältnis zu den Views einzelner Folgen und bleibt auffallend konstant, egal ob eine Folge viele oder wenige Zuhörer:innen hat. Selbst in Monaten mit über 16’000 Hörer:innen liegt die Abo-Quote weit unter 5 Prozent.
Gewohnheitstiere und die Demokratisierung der Veröffentlichung
Michi erklärt, weshalb viele Menschen das Liken und Abonnieren schlicht vergessen – etwa beim Joggen, Autofahren oder Einkaufen. Er zieht den Vergleich zu früheren Zeiten, in denen Autor:innen von Verlagen abhängig waren, und zeigt auf, wie sich die Macht heute zum Publikum verschoben hat: Es entscheidet durch sein Verhalten, was Erfolg hat.
Wie viraler Content wirklich entsteht
Likes, Kommentare und Shares werden vom Algorithmus registriert und führen dazu, dass eine Folge mehr Menschen vorgeschlagen wird. Genau das macht diese Reaktionen laut Michi zum entscheidenden Hebel dafür, dass Inhalte weitergetragen werden.
Ausblick: neue Formate und das Reconnect Retreat
Zum Schluss blickt Michi auf die kommenden Wochen und Monate: neue Gespräche, ein neues Format und ein ereignisreicher Herbst stehen an. Im November findet zudem sein eigenes Reconnect Retreat statt – vier Tage, um dem Alltagslärm zu entfliehen und wieder bei sich selbst anzukommen.
Die zentrale Erkenntnis dieser Folge
Podcast liken und abonnieren verändert nichts an der Leidenschaft, aus der heraus ein Podcast entsteht. Es entscheidet aber mit darüber, wie viele Menschen eine Folge überhaupt zu sehen bekommen, und ob sich für grössere Gäste die Tür öffnet. Genau darin liegt für Michi der Widerspruch, mit dem er offen umgeht: den Podcast für sich selbst zu machen und gleichzeitig auf die Zahlen zu schauen, die darüber entscheiden, wen er als Nächstes fragen kann.
Kapitel / Time Stamps
- 00:00 – Warum ständig „Like und Abo“?
- 02:24 – Der Moment, in dem sich die Zahlen zu bewegen begannen
- 04:22 – Das Absage-Muster grosser Gäste
- 06:48 – Views schwanken, Abonnenten nicht
- 09:11 – Gewohnheitstiere und die Demokratisierung der Veröffentlichung
- 11:32 – Wie viraler Content wirklich entsteht
- 13:00 – Ausblick: neue Formate und das Reconnect Retreat
Für wen ist die Folge relevant?
- Für alle, die eigene Podcasts, Newsletter oder Kanäle betreiben und Reichweite aufbauen wollen
- Für Führungskräfte und Unternehmer:innen, die verstehen wollen, wie Sichtbarkeit heute funktioniert
- Für Hörer:innen, die sich schon öfter gefragt haben, warum Content-Produzenten so oft zum Abonnieren auffordern
- Für alle, die sich für die Verschiebung der Macht vom Verlag zum Publikum interessieren
Weiterführende Links
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