105. Mein Körper machte einfach nicht mehr mit (Myriam Born)
„Wir haben einen eingebauten Kompass. Das ist der Körper.“
– Myriam Born

Über den Gast
Myriam Born hat über zehn Jahre im Marketing grosser Schweizer Unternehmen gearbeitet, bevor ihr eine spontane Pneumothorax-Erkrankung mit 25 Jahren zum ersten grossen Wendepunkt wurde. Nach Mutterschaft, einer Histaminintoleranz und mehreren weiteren körperlichen Symptomen wandte sie sich der Energiearbeit, dem Theta-Healing und der Klarheitsarbeit zu. Heute begleitet sie als Klarheitsexpertin vor allem Frauen dabei, alte Glaubenssätze und Muster abzulegen, und führt Retreats in Marokko durch.
Worum es in dieser Folge wirklich geht
- Wie ein körperlicher Zusammenbruch mit 25 Jahren zum Wendepunkt eines ganzen Lebens wird
- Warum der Körper oft früher weiss als der Kopf, dass etwas nicht stimmt
- Wie eine Histaminintoleranz über systemische Aufstellungsarbeit verschwand
- Was der „geistige Kleiderschrank“ ist und wie man ihn ausmistet
- Wie Mutterschaft den Blick auf Gleichbehandlung im Beruf verändert
- Weshalb Retreats wie in Ibiza und Marokko zu Wendepunkten wurden
- Wie eine Morgenroutine um 5 Uhr zur Geburtsstunde der Selbstständigkeit wurde
- Was es bedeutet, Entscheidungen aus Klarheit statt aus Mangel zu treffen
Körper als Kompass – worum es geht
Myriam Born ist überzeugt: Der Körper als Kompass – lange bevor der Kopf etwas merkt, schickt der Körper Signale. Schmerzen, Unverträglichkeiten, flache Atmung: Für Born sind das keine Zufälle, sondern Botschaften, die gehört werden wollen. Wer lernt, diesen Kompass zu lesen, trifft Entscheidungen aus Klarheit statt aus Druck.
Hör diese Folge, wenn…
- …du das Gefühl hast, dein Körper sendet dir Signale, die du bisher ignoriert hast
- …du nach einer Veränderung im Leben (Mutterschaft, Jobwechsel, Krankheit) neu herausfinden willst, wer du bist
- …du wissen willst, wie systemische Aufstellungsarbeit und Energiearbeit konkret funktionieren können
- …du als Führungsperson verstehen willst, was Leadership mit Selbstregulation zu tun hat
- …du eine Morgenroutine aufbauen willst, die wirklich etwas verändert
- …du wissen willst, warum Klarheit im Innen beginnt und nicht im Aussen
Zentrale Erkenntnisse
- Menschen verändern sich aus zwei Gründen: aus Druck/Schmerz oder aus Freude/Begeisterung
- Symptome sind für Born keine Zufälle, sondern Botschaften des Körpers, die gehört werden wollen
- Der Sinn des Lebens ist für Born keine fixe Grösse, sondern eine fortlaufende Entdeckungsreise
- Glaubenssätze aus der Kindheit prägen, welchen Beruf und Lebensweg wir für „richtig“ halten
- Eine Morgenroutine kann der erste Dominostein für tiefgreifende Veränderung sein
- Ratschläge sagen oft mehr über die gebende Person aus als über die Situation selbst
- Mutterschaft verändert den Blick auf Gleichbehandlung und Karrierechancen im Beruf
- Der Weg zeigt sich nicht im Voraus – er zeigt sich erst im Gehen
Starke Zitate
„Die Menschen verändern sich aus zwei Gründen. Entweder aus Druck, aus Schmerz, oder aus Freude, weil dich etwas wirklich begeistert.“
– Myriam Born
„Das Leben serviert dir auf dem Silbertablett deine Themen, wo du vielleicht mal hinschauen solltest.“
– Myriam Born
„Ich habe gesagt, ich sterbe, ich sterbe, ich kriege keine Luft.“
– Myriam Born
„Wir haben einen eingebauten Kompass. Das ist der Körper. Der Geist redet noch ganz lange, und der Körper weiss es schon.“
– Myriam Born
„Wir müssen noch nicht wissen, was wir wollen. Der Weg zeigt sich sowieso erst im Gehen.“
– Myriam Born
Ausführliche Zusammenfassung
Der Moment, der alles veränderte
Myriam Born sitzt mit 25 Jahren im Büro, als ein Stechen in der Brust beginnt, das sich über Stunden zu lebensbedrohlicher Atemnot steigert. Im Spital diagnostizieren die Ärzte einen spontanen Pneumothorax – einen Kollaps der Lunge, für den es in ihrem Fall keine erklärbare Ursache gibt. In diesem Moment, in dem sie glaubt zu sterben, wird ihr schlagartig bewusst, wie endlich das Leben ist und wie viel sie bis dahin auf später verschoben hat.
Wenn die Schulmedizin keine Antwort hat
Nach einem zweiten Pneumothorax und einer schmerzhaften Operation (Pleurodese) bleibt Born ohne medizinische Erklärung zurück. Eine innere Stimme sagt ihr deutlich, dass der vorgeschlagene Weg – ein Leben lang Schmerzmittel – nicht ihr Weg ist. Über den Hinweis ihrer Mutter kommt sie erstmals mit traditioneller chinesischer Medizin und energetischer Arbeit in Kontakt und verlässt eine erste Sitzung nach zwei Stunden schmerzfrei.
Die Histaminintoleranz und die systemische Aufstellung
Jahre später, nach einer extrem stressigen Lebensphase, entwickelt Born eine Histaminintoleranz, die ihr nahezu jede Nahrungsaufnahme und gesellschaftliche Teilhabe verunmöglicht. Erst eine systemische Organaufstellung bringt einen unerwarteten Befund zutage: den Verlust eines Zwillingsbruders in der Frühschwangerschaft ihrer Mutter – ein Thema, das nie bewusst erlebt, aber energetisch weitergetragen wurde. Nach der Aufstellung verschwindet die Histaminintoleranz vollständig.
Mutterschaft als Wendepunkt
Mit der Geburt ihres Sohnes verändert sich Borns Verhältnis zu Arbeit und Selbstbestimmung grundlegend. Die neunmonatige Auszeit aus dem „Hamsterrad“ eröffnet ihr eine Vogelperspektive auf ihr bisheriges Leben. Gleichzeitig erlebt sie erstmals strukturelle Benachteiligung im Beruf: Ein Vorgesetzter äussert offen Zweifel, ob sich eine Investition in sie lohne, weil sie ein zweites Kind bekommen könnte.
Ibiza, Marokko und der Weg in die Selbstständigkeit
Ein Mutter-Kind-Retreat in Ibiza wird zum ersten Gamechanger: Erstmals erlebt Born echte Erholung, während ihr Kind betreut ist. Eine selbst eingeführte Morgenroutine ab 5 Uhr wird zum Ausgangspunkt ihrer Selbstständigkeit. Heute führt sie selbst Retreats in Marokko durch – nicht als Fluchtort, sondern als Raum, in dem Frauen ihr Nervensystem regulieren und ihren „geistigen Kleiderschrank“ ausmisten können.
Der geistige Kleiderschrank und die Filter, durch die wir die Welt sehen
Born erklärt ihr Kernkonzept: So wie ein Kleiderschrank ab und zu ausgemistet werden muss, tragen wir unbewusst Glaubenssätze, Prägungen und „Filter“ mit uns, die unsere Wahrnehmung der Welt bestimmen. Bewusstwerden ist für sie der erste Schritt – erst danach folgt Veränderung. Sie betont, dass dieser Prozess nicht von heute auf morgen geschieht, sondern ein fortlaufender Weg ist, auf dem Begleitung hilft.
Die zentrale Erkenntnis dieser Folge
Myriam Borns Geschichte zeigt: Der Körper kommuniziert lange bevor der Kopf zuhört. Wer Symptome, Erschöpfung oder Unruhe als Botschaften statt als Störungen begreift, kann Entscheidungen aus Klarheit treffen, statt erst dann zu reagieren, wenn das Leben „das Silbertablett an die Ohren knallt“. Der körper als kompass ist für sie keine Metapher, sondern eine tägliche Praxis.
Kapitel / Time Stamps
- 00:00 – Einführung: Wer ist Myriam Born und was bedeutet „Klarheitsexpertin“?
- 01:45 – Der Sinn des Lebens: Essenz, Layers und die Entscheidung, wer man sein will
- 07:42 – Glaubenssätze aus der Kindheit und ihr Einfluss auf die Berufswahl
- 13:39 – Leadership beginnt bei der Selbstregulation
- 16:33 – Das Nahtoderlebnis mit 25: Der spontane Pneumothorax
- 27:02 – Die innere Stimme und der Bruch mit der Schulmedizin
- 33:43 – Das Silbertablett-Prinzip: Wenn der Körper laut wird
- 34:21 – Die Histaminintoleranz und die systemische Aufstellung
- 45:18 – Mutterschaft als Wendepunkt: Vom Marketing zur Klarheitsarbeit
- 52:06 – Gleichbehandlung, Karriere und die gläserne Decke nach der Geburt
- 58:23 – Ibiza, die Morgenroutine und der Weg in die Selbstständigkeit
- 01:32:19 – Der geistige Kleiderschrank und unsere unbewussten Filter
- 01:44:17 – Marokko: Vom Retreat-Gast zur Retreat-Leiterin
- 02:01:46 – Der erste Schritt für alle, die etwas verändern wollen
Für wen ist die Folge relevant?
- Führungskräfte, die spüren, dass Erschöpfung und Stress mehr sind als ein Zeitproblem
- Eltern, die nach der Geburt eines Kindes ihre berufliche Rolle neu finden müssen
- Menschen mit unerklärlichen körperlichen Symptomen, die ganzheitliche Perspektiven suchen
- Frauen, die berufliche Benachteiligung nach der Mutterschaft erlebt haben
- Alle, die eine Morgenroutine oder bewusste Selbstführung aufbauen wollen
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