089. Autophagie, Ketose, Mikrobiom: So wird Fasten praktisch und Alltagstauglich (Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann)
Fasten gilt als gesund – doch rund um das Thema kursieren zahlreiche Mythen. In diesem Gespräch mit Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann, Ernährungsmedizinerin und Mikrobiom-Forscherin, geht es um typische Fehler beim Fasten, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und darum, wie Fasten sinnvoll in einen gesunden Lebensstil integriert werden kann.
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Zusammenfassung der Folge: „Autophagie, Ketose, Mikrobiom: So wird Fasten praktisch und Alltagstauglich (Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann)“
Fasten wird heute in ganz unterschiedlichen Formen praktiziert: Intervallfasten, mehrtägige Fastenkuren oder einzelne Fastentage im Monat. Gleichzeitig existieren zahlreiche Empfehlungen und Rituale rund um das Thema – darunter auch Praktiken, die aus heutiger wissenschaftlicher Sicht kritisch betrachtet werden müssen.
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann, Ernährungsmedizinerin, Mikrobiom-Forscherin und Professorin für Gesundheitsförderung, über verbreitete Missverständnisse rund um das Fasten und über typische Fehler beim Fasten.
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Frage der Darmreinigung. Klassische Heilfastenkuren empfehlen häufig das sogenannte Abführen, um den Darm vor Beginn des Fastens zu entleeren. Aktuelle Forschung zum Mikrobiom zeigt jedoch, dass diese Praxis nicht notwendig ist und das empfindliche Ökosystem des Darms sogar beeinträchtigen kann.
Axt-Gadermann erklärt, weshalb der Darm kein „Abflussrohr“ ist, das regelmässig gereinigt werden muss, sondern ein komplexes Ökosystem aus Milliarden von Mikroorganismen. Dieses Mikrobiom steht in engem Zusammenhang mit Stoffwechsel, Immunsystem und langfristiger Gesundheit.
Darüber hinaus sprechen wir über die physiologischen Prozesse, die während des Fastens im Körper ablaufen. Dazu gehören Ketose, Veränderungen im Blutzuckerstoffwechsel sowie die sogenannte Autophagie – ein zellulärer Recyclingprozess, der mit Regeneration und gesundem Altern in Verbindung gebracht wird.
Auch praktische Fragen stehen im Mittelpunkt des Gesprächs. Welche Formen des Fastens sind sinnvoll? Welche Rolle spielen Ballaststoffe, Kaffee oder Bewegung während einer Fastenphase? Und für welche Personengruppen ist Vorsicht geboten?
Studien deuten darauf hin, dass regelmässige Fastenphasen positive Effekte auf Stoffwechsel, Blutzucker und Herz-Kreislauf-Risiken haben können. Entscheidend ist jedoch der Kontext: Fasten wirkt am besten als Bestandteil eines gesunden Lebensstils – nicht als isolierte Massnahme.
Das Gespräch zeigt, dass sich Fasten sinnvoll in den Alltag integrieren lässt, wenn typische Fehler beim Fasten vermieden werden und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden.
Eine ruhige, sachliche Folge über Ernährung, Prävention und den reflektierten Umgang mit Gesundheit.