087. Warum ich Business Intuition nicht mehr erkläre

Warum erkläre ich Business Intuition nicht mehr? Weil Intuition nicht verstanden, sondern erlebt wird. In dieser Folge spreche ich darüber, weshalb Erklärungen ihre Grenzen haben, warum Erfahrungswissen stärker wirkt als jedes Konzept und weshalb echte Klarheit erst dann entsteht, wenn Menschen Intuition selbst spüren.

 

 

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Zusammenfassung der Folge: „Warum ich Business Intuition nicht mehr erkläre“

In dieser Folge erkläre ich, warum ich Business Intuition nicht mehr erkläre. Nicht, weil sie unwichtig wäre – sondern genau deshalb. Intuition lässt sich in Worte fassen, beschreiben, theoretisch einordnen. Und doch bleibt sie abstrakt, solange sie nicht erlebt wird.

Ein bekanntes Bild aus der Psychologie hilft, das zu verstehen: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Genau so verhält es sich mit Intuition. Eine intensive Erfahrung prägt sich tief ein, während eine noch so detaillierte Erklärung meist schnell verblasst. Wir erinnern uns kaum an belanglose Momente – aber sehr genau an Situationen, die emotional, überraschend oder existenziell waren. Diese sogenannten Peak Moments sind es, aus denen unser Erfahrungswissen entsteht.

Intuition ist genau dieses gespeicherte Erfahrungswissen. Sie entsteht nicht im Denken, sondern im Erleben. Was wir bewusst erfahren, wird Teil unseres inneren Referenzsystems. Was wir nur erklärt bekommen, bleibt oft theoretisch.

Auslöser für diese Erkenntnis war eine Mini-Studie, die ich in einem Unternehmen vorgestellt habe. Ich erklärte eine Übung sehr detailliert, beschrieb Wirkung und Ziel. Trotzdem kam die Frage: Funktioniert das wirklich? In diesem Moment wurde mir klar: Solange Menschen Intuition nur erklärt bekommen, bleibt sie fremd. Erst wenn sie selbst eine Erfahrung machen, entsteht Vertrauen.

Im Business ist das entscheidend. Führungskräfte und Entscheidungsträger arbeiten in einem Umfeld mit hohem Druck, widersprüchlichen Daten und weitreichenden Konsequenzen. Genau hier ist Intuition eine zentrale Kompetenz. Nicht als Bauchgefühl, sondern als verdichtetes Erfahrungswissen, das Orientierung gibt, wenn Analyse allein nicht mehr reicht.

Ich spreche auch darüber, warum wir in der Arbeitswelt oft eine Art innere Ritterrüstung anlegen: korrekt, kontrolliert, fehlerfrei. Dabei trennen wir uns unbewusst von einem Teil unserer Wahrnehmung. Doch gute Zusammenarbeit, Vertrauen und Klarheit entstehen dort, wo Menschen als ganze Personen präsent sind – professionell, aber nicht abgeschnitten von ihrer Intuition.

Diese Folge ist eine Einladung, Intuition nicht länger verstehen zu wollen, sondern ihr Raum zu geben. Nicht durch Erklärungen, sondern durch Erleben. Genau deshalb lasse ich Teilnehmer in meinen Workshops Intuition spüren – statt sie zu erklären.