084. Die schönste Zeit ist vielleicht jetzt
Diese Folge handelt von stillen Highlights im Alltag und davon, warum wir die wertvollsten Phasen unseres Lebens oft erst im Rückblick erkennen. Ich spreche über Präsenz, Erinnerung, Momenthygiene und darüber, wie Klarheit entsteht, wenn wir aufhören, dem Leben ständig voraus zu sein.
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Zusammenfassung der Folge: „Die schönste Zeit ist vielleicht jetzt“
Wir erkennen die schönsten Zeiten unseres Lebens erst im Rückblick. Im Moment selbst wirkt alles unspektakulär. Der Alltag läuft, es gibt kleine Sorgen, offene Fragen, Dinge, die noch nicht geklärt sind. Erst Jahre später sagen wir: Das waren gute Zeiten.
Diese Folge geht der Frage nach, warum das so ist – und was wir heute anders machen können. Ausgangspunkt ist ein Gespräch mit meinem Sohn, in dem mir erneut bewusst wurde, wie leicht wir den Wert einer Phase übersehen, solange wir mitten in ihr stecken. Nicht, weil wir undankbar sind, sondern weil unser Blick fast automatisch nach vorn geht: zu Zielen, Projekten und dem, was noch kommen soll.
Im Zentrum steht die Idee, dass die schönsten Zeiten unseres Lebens oft keine grossen Höhepunkte sind, sondern stille Highlights. Normale Abende, Gespräche, gemeinsame Wege, unspektakuläre Momente, die wir nicht festhalten wollen, sondern einfach durchleben. Genau diese Momente prägen unsere Erinnerung – wenn wir wirklich da sind.
Ich spreche darüber, warum Erinnerung nicht im Denken entsteht, sondern im Erleben. Was wir bewusst wahrnehmen, bleibt. Was wir nur nebenbei mitnehmen, verschwindet. Präsenz bedeutet dabei nicht, jeden Moment aufzuwerten oder zu optimieren, sondern ihn nicht achtlos zu übergehen. Ich nenne das Momenthygiene: die Fähigkeit, einen Moment kurz zu halten, bevor wir innerlich weiterziehen.
Auch im Business ist das zentral. Führungskräfte und Menschen mit Verantwortung leben häufig in einem dauerhaften Vorwärtsmodus. Entscheidungen, Strategien und nächste Schritte beanspruchen viel Aufmerksamkeit. Dabei geht leicht verloren, dass Klarheit und Präsenz nicht erst entstehen, wenn alles gelöst ist, sondern genau dann, wenn wir im aktuellen Moment bleiben können – auch wenn er unspektakulär ist.
Diese Folge ist eine Einladung, den Blick zu verändern. Nicht zurück, sondern ins Jetzt. Denn vielleicht sind wir mitten in einer Zeit, die wir später einmal als besonders bezeichnen werden. Und vielleicht braucht es dafür nichts weiter als die Bereitschaft, diesen Moment nicht zu übergehen.